Tinder ? Ja echt jetzt ? Echt jetzt.

Ich erkläre mich hiermit zum Experten. Weil ich ein Tinderhasi war, eine richtige Tinderella – und weil ich meinen aktuellen Partner auf dem Wege kennengelernt habe – na bitte, jetzt ist es raus. Also kann man mich zum Tinder-Urgestein zählen: eine von denen, die so viele Frösche geküsst hat (nagut, nicht jeden… aber es ist halt auch nur eine Metapher) bis sich einer zum Prinzen verwandelt hat. Und der wollte prinzipiell ja auch garnicht gefunden werden, geschweige denn sich verwandeln. Das wollen nämlich die wenigsten Männer auf Tinder. Die meisten fühlen sich ausgesprochen wohl als Frösche – und lassen sich gern von vielen Prinzessinnen küssen.

Tinder ist wie ein Autounfall

Aber ich behaupte jetzt, wir kennen alle das Phänomen: Tinder ist wie ein Autounfall… irgendwie schirch, aber wegschauen kann man ja auch nicht. Hat man einmal angefangen, sich durch die ganzen Gesichter und Bildchen von Leuten mit betäubten Wildtieren zu swipen, kann man auch nicht mehr aufhören. Bis irgendwann alle gleich ausschauen, man keinen Überblick mehr hat, wen man überhaupt geliked hat in den letzten 10 Minuten und mit wem man über was „geredet“ hat. Wenn man dann noch das wahnsinnige Glück hat ein Mädel zu sein, wird man von ganz kreativen Köpfen mit ihren Anmachsprüchen belustigt – oder verstört. Mein Top-Erlebnis war übrigens: „Darf ich dir auf die Brillengläser spritzen und dann Scheibenwischer spielen? wikii wikii“. Das sollte wohl ein Quietschgeräusch darstellen go to this web-site. Ich war erstmal so perplex, dass ich dem Kerl nicht einmal böse sein konnte ! Großartig.

[An dem Punkt würde ich wirklich gern mehr Sprüche aus euren Erfahrungen in den Kommentaren erhalten (;  ]

Es gilt also: man wird zu einem Gesicht unter 1000en und wird komplett austauschbar. Kein Match ? Wurscht, next ! Keine Nachricht ? Wurscht, next ! Date lief shittig ? NEEXXT ! Ich hab mir sagen lassen, das war nicht immer so. Sprich, ich habe mit meiner Oma geredet. Die hat noch Liebesbriefe eines Verehrers aus Deutschland bekommen, weil sie ihm nach einem Aufeinandertreffen in Wien nicht aus dem Kopf gegangen ist. Und besucht hat er sie auch hier. DAS, meine Lieben, ist Hingabe. Und wir ? Wir sind froh, wenn er nicht „Filmschauen bei ihm“ als erstes Date vorschlägt uns keine Schwa**-Bildchen schickt. We so classy ! Gut, also das ist der beunruhigende Part: Der Single-Mann von heute sieht oft keine Notwendigkeit, Zeit und Geld in die Eroberung von uns Damen zu investieren. Das Gute ist allerdings, dass der Mann ein Jäger ist (Burschen, leugnet es nicht). Hat er die „Beute“ erst mal im Visier, ist er sehr wohl bereit, sich der Eroberung zu bemühen. Herrschaften, gebt es zu: ihr wollt uns beeindrucken, wollt zeigen was ihr habt, der Alpha sein (und Retter in der Not) – es ist in eurer DNA.

Das ist nicht immer leicht ! Denn die Kehrseite von Tinder ist, dass auch ihr Jungs es schwer habt, herauszustechen. Nicht nur das Angebot an Frauen ist groß, es haben auch viele Mütter einen Sohn – wahrscheinlich auf tinder. Eine einfache Einladung auf einen Kaffee reicht nicht mehr, um wirklich Eindruck bei der Einen zu schinden !

Aaaaber aaber, don’t worry my beautiful ladies, noble gents, die simple Eingabe einer Email-Adresse kann die allumfassende Lösung sein (;

Findest du gut? Teil das!

One thought on “Warum wir Tinder lieben und hassen

Wenn man es benutzt, um einfach neue Leute kennenzulernen, ist Tinder ja okay. Man sollte hohe Erwartungen von solchen Apps sowieso nicht haben.
LG
TIl

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